Der Goldpreis

Der Preis für Gold entsteht, wie auf dem Markt für die meisten Waren üblich, aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Der Goldpreis kann sich auch durch kurzfristige Ereignisse, langfristige Erwartungen, Emotionen und Spekulationen ändern. Ebenso spielt der Ölpreis eine Rolle. Auch der Kurs des US-Dollars kann erwähnt werden, da Gold in Dollar gehandelt wird.

Die Marktmechanismen
Die Nachfrage nach dem Gold ändert sich ständig. Der Goldpreis gilt daher als volatil. Innerhalb kurzer Zeiträume kann der Goldpreis beträchtlich schwanken. Hinzu kommt die indirekte Proportionalität zu dem Dollarpreis. Sobald der Dollarkurs fällt, steigt häufig der Goldkurs. Zudem kann der Goldpreis von Marktteilnehmer beeinflusst werden. Dazu müssen die Marktteilnehmer nur große Goldreserven besitzen. Als Beispiel dienen die Zentralbanken.

Wenn der Goldpreis sinken soll, wird Gold verliehen. So werden Leerverkäufe provoziert. Möglich ist auch der Verkauf des Goldes oder die Steigerung der Goldproduktion. Wenn der Goldpreis hingegen steigen soll, kaufen die Zentralbanken das Gold wieder auf. Ebenso steigt der Goldpreis durch die Drosselung der Goldproduktion. Diese Option steht den Minengesellschaften zur Verfügung. Der Goldbesitz der Zentralbanken bemisst sich weltweit aber nur auf 19 Prozent, sodass auch die Zentralbanken nur eingeschränkt Einfluss auf den Goldpreis nehmen können. Dieser Anteil sinkt sogar stetig.

In den Kriegszeiten sank die Nachfrage nach dem Gold und somit der Goldpreis. Der Hunger sowie die Verarmung der Menschen führten zu einem starken Goldverkauf. Dabei wird Gold oft als langfristige Wertanlage gesehen, was speziell in Krisen erkennbar wird. Verfallen Aktien, Immobilienwerte und Fonds, steigt der Goldpreis. Das Geld hingegen wird weniger Wert, was auf die massenhafte Produktion der Zentralbanken zurückzuführen ist. Der Grund ist der Versuch, die Wirtschaft am Leben zu halten. Da Gold nicht künstlich reproduzierbar ist, wird dieses Edelmetall zu einer eigenen Währung. Eine hohe Nachfrage für Gold ist oft ein Zeichen für das vermehrte Misstrauen in das Papiergeld und die Regierungen.

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